Mammographie

Aus heutigen Statistiken geht hervor, dass jede 8.Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt.

Andere Statistiken besagen, dass bei erweiterter Brustkrebsvorsorgeuntersuchung mindestens 6000 Frauen pro Jahr ( in der BRD )) weniger an den Folgen von Brustkrebs sterben müssten.

In Norwegen, wo schon über einen längeren Zeitraum ein Mammographiescreening, das heißt, eine kontrollierte Reihenuntersuchung durchgeführt wird, soll die Früherkennungsrate von Kleinsttumoren erheblich besser sein als bei uns. Folglich müssten dann auch weniger Chemotherapien und Bestrahlungen durchgeführt werden als bei uns.

 Die Brustkrebsvorsorge bei uns beschränkt sich im Allgemeinen auf eine Sicht – und Tastuntersuchung der Brust. Eine Mammographie ist erst bei Krebsverdacht und bei Frauen, die einer Risikogruppe angehören ( Brustkrebs in der direkten Verwandtschaft ) indiziert .
Im Alter von 50 - 69 Jahren kann man ( Frau ) das Mammographiescreening  hier in Deutschland nutzen.

Falls sich in der Mammographie ein fraglicher Befund darstellt, sollte dann noch eine Ultraschalluntersuchung der Brust erfolgen.

In letzter Zeit kann auch auf gesonderter Genehmigung Ihrer Krankenkasse eine Kernspinntomographie durchgeführt werden. Bei weiterer Unklarheit kann nach einer gewissen Zeit eine Kontrolluntersuchung erfolgen oder sich auch sofort zur weiteren Diagnosesicherung eine operative Maßnahme ( Punktion, Probeentnahme ) anschließen.

Leider sieht man oft, dass bei der Diagnose Brustkrebs es nicht bei einer Operation bleibt. Neben der Brustamputation können auch Bestrahlung und mehrere Chemotherapien folgen, die sich sogar beim Wiederauftreten von Metastasen ( Tochtergeschwülste ) wiederholen können.

 Das Ziel einer Krebsvorsorge sollte aber sein, solche Folgen für den Einzelnen zu verhindern, oder zu mindern

Untersuchungen besagen, dass bei der Kombination von:

a)  Inspektion ( Ansehen der Brust )

b) Abtasten

c) Ultraschall

d) Mammographie

die Brustkrebsfrüherkennungsrate bei 95% liegen könnte. Es wird aber natürlich weiterhin einige Tumoren geben, die trotz einer gezielten Frühdiagnostik, leider erst spät erkannt werden können, aber das ist nur ein geringer Anteil. Einen großen Anteil nimmt natürlich auch die Tastuntersuchung durch die Frau selbst ein, da hiermit noch der größte Anteil von Tumoren entdeckt wird. Ein Tumor ist allgemein ab einer Größe von 2cm tastbar, ein alleiniger operativer Eingriff ist dann nicht immer ausreichend.

Mit Hilfe der Mammographie besteht die Möglichkeit, Prozesse im Millimeterbereich         ( wenn sie darstellbar sind ) frühzeitig zu erkennen. Allgemein wird empfohlen zwischen dem 36. und 45.Lebensjahr eine Erstmammographie anfertigen zu lassen. Hiernach sollten Kontrollen in jährlichen oder 2-jährlichen Abständen erfolgen. Bei familiärer Belastung oder sonstigen Auffälligkeiten kann auch die Erstuntersuchung u./o. die Kontrollabstände variieren. Wenn Sie dann noch zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung Ihrer Brust durchführen lassen, haben Sie aus heutiger medizinischer Sicht das Beste für Ihre Gesundheit getan.

Leider gehören diese beiden wichtigen Untersuchungen auch heute noch nicht zur routinemäßigen Brustkrebsvorsorgeuntersuchung!

Das größte Argument, was immer gegen die Mammographie angeführt wird, ist die Strahlenbelastung und die damit verbundene Krebsentstehung. Das Risiko besteht zwar, ist aber um den Faktor von ca.100 - 1000 geringer als das natürliche Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Sie haben durch die Nutzung der Mammographie im Rahmen der Möglichkeit der Frühdiagnostik also einen weit höheren Nutzen, als dass Ihnen ein Schaden entstehen könnte.

 Krebs verhindern kann man nicht, aber man hat mit der Frühdiagnostik die Chance, die schrecklichen Folgen einer Krebserkrankung zu vermeiden.

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