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Es gibt die unterschiedlichsten Arten der Verhütung, die für verschiedene Personengruppen geeignet sein können.
Sie können grob unterschieden werden in:
- Sog. natürliche Verhütung
- Mechanische Verhütungsmittel
- Chemisch lokal wirkende Mittel
- Ovulationshemmer (Antibaby-Pille)
- Spiralen
- Hormonimplantate
- Hormonpflaster
- Hormonring
Unter der natürlichen Verhütung werden unterschiedlichste Methoden durchgeführt. Hierunter sind meistens folgende bekannt:
Die Temperaturmessung basiert darauf, dass es nach dem Eisprung zu einer Temperaturerhöhung um ca. 0,5C° kommt. Da dies jedoch erst nach ca.24 Stunden messbar ist und das unbefruchtete Ei dann auch abgestorben ist, kann hiernach keine Befruchtung mehr eintreten.
Die Messung von Hormonen im Urin basiert darauf, dass der Anstieg eines bestimmten Steuerhormons auf die fruchtbaren Tage hinweist und so auf die empfänglichen Tage hinweist.
Die Bestimmung der Spinnbarkeit des Cervixschleims gibt ebenfalls Auskunft über die fruchtbaren Tage.
Diese drei Methoden werden auch manchmal genutzt, um den bestmöglichen Zeitpunkt für eine Befruchtung zu ermitteln.
Die Sicherheit dieser Methoden, in Bezug auf die Verhütung, ist jedoch schlecht, da die Messungen möglichst zum gleichen Zeitpunkt erfolgen sollten, von einem regelmäßigen Tagesablauf abhängig sind und eigentlich auch einer großen Erfahrung bedürfen.
Unter den mechanischen Verhütungsmitteln sind am meißten die Kondome verbreitet, weiterhin wird noch vereinzelt das Diaphragma eingesetzt. Hierbei handelt es sich um einen elastischen Ring mit einer Gummimembran, der vor dem Muttermund liegt und von der Frau selbst eingesetzt werden kann. Die Bestimmung der Größe müsste beim Frauenarzt/-ärztin durchgeführt werden. Im allgemeinen wird geraten zur Erhöhung der Sicherheit noch zusätzlich lokal chemische Verhütungsmittel ( Zäpfchen, Creme oder Gel ) einzusetzen.
Die Sicherheit dieser Methoden ist stark abhängig von der Erfahrung des Einzelnen mit dieser Methode. Es sind eher Methoden für Partner, die einer eventuellen Schwangerschaft positiv gegenüberstehen.
Zu den sichersten Verhütungsmethoden zählen die folgenden, wobei es hierbei auch keinen absoluten Schutz gibt, die jedoch als sicher einzustufen sind!
Bei den Ovulationshemmern , sog. Anti-Babypillen unterscheidet man einmal in Einphasen- und Mehrphasenpräparate. Bei den Einphasenpräparaten befindet sich in jeder einzelnen Pille immer die gleiche Hormonmenge, in den Mehrphasenpräparaten hat man versucht, die Hormonkonstellation dem natürlichen Zyklus anzupassen. Mehrphasenpräparate sind zyklusstabiler, meist aber auch höher dosiert. Vielfach wird zunächst ein Einphasenpräparat eingesetzt. Bis zu einer bestimmten Hormonmenge spricht man Mikropillen. Zu einem geringen Prozentsatz werden auch noch Minipillen eingesetzt, hierbei handelt es sich um reine Gestagenpillen, bei denen keine Pillenpause eingehalten werden muß. Hierbei können aber unregelmäßige Schmierblutungen oder auch ein völliges Ausbleiben der Monatsblutung auftreten, was jedoch normal ist und keinen Einfluß auf die Verhütung hat.
Die 3-Monatsspritze ist ebenfalls ein reines Gestagenpräparat, bei der auch Blutungen oder ein Ausbleiben der Blutung auftreten können. Der große Vorteil der 3-Monatsspritze ist, dass unabhängig von äußeren Einflüssen (Erbrechen, Durchfall, Antibiotika ) der Verhütungsschutz gegeben ist.
Die Spiralen ( IUP ) sind von der Sicherheit her gesehen den Pillen fast ebenbürtig. Es ist eine Verhütungsmethode, die oft bei Frauen durchgeführt wird, die bereits Kinder geboren haben. Die Spirale wird während derMonatsblutung ( Menstruation ) eingesetzt. Dort kann sie dann 3-5 Jahre liegen. Der Sitz der Spirale sollte in regelmäßigen Abständen mit Ultraschall kontrolliert werden. Heute unterscheidet man 2 Typen von Spiralen:
Die Kupferspirale, hierbei wird durch die Abgabe von Kupferionen der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut gestört, der Gebärmutterschleim verdickt und die Beweglichkeit der Eileiter so verändert, dass eine Befruchtung höchstwahrscheinlich nicht eintritt. Der Nachteil der Kupferspirale ist der, dass die Blutung stärker und längerwird. Die Spirale bleibt meist 3 Jahre in der Gebärmutter.
Die Hormonspirale wirkt dadurch, dass von der Spirale ein Gestagen ( ähnlich dem Gelbkörperhormon ) lokal an die Gebärmutterschleimhaut abgegeben wird, hierdurch wird die Gebärmutterschleimhaut in ihrem Aufbau gehemmt. Der Gebärmutterschleim und die Beweglichkeit der Eileiter wird ebenfalls beeinflusst. Eine hormonelle Wirkung im ganzen Körper wie bei der Pille treten nicht auf, da die Konzentration im Körper zu gering ist. Die Großen Vorteile dieser Spirale sind: Blutung schwächer, kürzer, auch Ausbleiben der Blutung, Abnahme von Regelschmerzen. Diese Spirale kann bis zu 5 Jahren in der Gebärmutter liegen bleiben.
Das Hormonimplantat: Hierbei handelt es sich um ein ca. 4-5cm dünnes Stäbchen, dass unter die Haut, meist im linken Oberarm in der Innenseite, gelegt wird. Es handelt sich hier um ein reines Gestagenpräparat, was stetig eine konstante Hormonmenge an den Körper abgibt, was einen guten Empfängnisschutz bietet. Das Stäbchen ist im allgemeinen nicht sichtbar, sondern nur tastbar. Weiterhin wird die Blutung schwächer, kürzer und die Menstruationsschmerzen nehmen meist ab. Die Regelblutung kann auch ganz ausbleiben. Das Implantat kann dann nach 3 Jahren allgemein problemlos entfernt werden. Eine Narkose ist nicht erforderlich!
Als weitere Alternative steht noch das Hormonpflaster, was einfach nur auf die Haut geklebt werden muß und der Hormonring zur Verfügung, der lediglich in die Scheide eingeführt wird und dort 3 Wochen verweilt.
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